BIOGRAPHIE KURZ

Tom Sora, deutscher Komponist und Musiktheoretiker rumänischer Abstammung, 1956 in Bukarest geboren, komponiert für Solo-, Ensemble- und Orchesterbesetzungen. Er setzte in seinen Kompositionen auch das Medium Elektronik, sowie mechanische Instrumente ein.

Der absolut individuelle, unkonventionelle, komplex, aber klar strukturierte und gleichzeitig existentiell aufgeladene Stil seiner Musik wurde sehr oft hervorgehoben.

Er arbeitet zur Zeit an einer Kompositionsgruppe, die auf seiner geplanten dritten Portrait-CD veröffentlicht werden soll. Es sind teilweise völlig neue, noch nicht aufgeführte Stücke, als auch frühere, bereits uraufgeführte Werke, die er jedoch einer fundamentalen Revision unterzieht, wodurch wirkliche Neufassungen entstehen.

Seine letzte Portrait-CD: Wechselspiele - Musik für Stimme und Instrumente ist 2017 beim Label WERGO herausgekommen.

Die Portrait-CD: tom sora - music for mechanical and electronic instruments ist 2006 beim Label col legno herausgekommen.

Nach dem Studium von Musiktheorie, Orgel und Klavier an den Musikhochschulen in Stuttgart, München und Bukarest, promovierte Sora 2004 an der Universität Paris-1/Sorbonne im Fach Ästhetik mit dem Buch Der modulare Konstruktivismus. Homogene Räume in der Utopie und in der repetitiven Kunst.

2017 erschien sein Buch Untersuchung des Begriffs "Klangfläche" dargestellt am Orchesterstück "Atmosphères" von György Ligeti im Wolke Verlag.

Zwischen 1990 und 2002 war er, neben seinen Tätigkeiten als Komponist und Musiktheoretiker auch als bildender Künstler tätig.

Sora bekam Kompositionsaufträge unter anderen vom
Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Festival musica viva, Festival Klangspuren Schwaz, Münchner Kammerorchester (MKO), Trio Coriolis, Gitarren-Duo-Steuber-Öllinger, Ensemble Neues Kollektiv München (NKM)

(Stand: November 2017)







BIOGRAPHIE AUSFÜHRLICH

Tom Sora, deutscher Komponist und Musiktheoretiker rumänischer Abstammung, 1956 in Bukarest geboren, komponiert für Solo-, Ensemble- und Orchesterbesetzungen. Er setzte in seinen Kompositionen auch das Medium Elektronik, sowie mechanische Instrumente ein.

Der absolut individuelle, unkonventionelle, komplex, aber klar strukturierte und gleichzeitig existentiell aufgeladene Stil seiner Musik wurde sehr oft hervorgehoben.

Er arbeitet zur Zeit an einer Kompositionsgruppe, die auf seiner geplanten dritten Portrait-CD veröffentlicht werden soll. Es sind teilweise völlig neue, noch nicht aufgeführte Stücke, als auch frühere, bereits uraufgeführte Werke, die er jedoch einer fundamentalen Revision unterzieht, wodurch wirkliche Neufassungen entstehen.

Die Anfänge - Bukarest, München, Stuttgart

Tom Sora hatte ursprünglich vor, sich als ausführender Musiker zu spezialisieren. Er studierte erst Musiktheorie und Klavier an der Musikhochschule Bukarest und danach Orgel als Konzertinstrument an der Musikhochschule München. Und privat studierte er Dirigieren.

1990 bis 1992 beschäftigte er sich mit Improvisation, ohne jedoch zu komponieren (was erst 1993 begann). Das für die Improvisation typische intuitive, direkte Erfinden von Musik ist für ihn auch weiterhin ein relevanter Faktor seiner kompositorischen Arbeit geblieben.

1990 bis 2005 hat er sich intensiv mit Bildender Kunst beschäftigt und hat Werke der Malerei, Skulptur und Konzeptkunst produziert. Er beteiligte sich an Gruppenausstellungen und stellte seine Werke auch in mehreren Einzelausstellungen aus.

1993-96 studierte Sora Musiktheorie an der Musikhochschule Stuttgart. In dieser Zeit begann er sowohl zu komponieren, als auch wissenschaftlich über Musik zu reflektieren. Dabei ist es zu bemerken, dass er nie Kompositionsunterricht gehabt hat und dass er als Komponist Autodidakt ist.

Aus dieser Zeit stammt sein "Opus 1", sein Kompositionszyklus 20 Töne für Kurbelspieluhr, der 2006 in seiner Portrait-CD: tom sora - music for mechanical and electronic instruments beim label col legno / NEOS veröffentlicht wurde.

Seine musiktheoretische Untersuchung des Begriffs "Klangfläche" dargestellt am Orchesterstück Atmosphères von György Ligeti aus dem Jahr 1996 wurde von György Ligeti sehr geschätzt.

Aus derselben Zeit stammt Soras Arbeit: Das „Klavierstück IX“ von Karlheinz Stockhausen - Eine Analyse, sowie andere musiktheoretische Arbeiten über Iannis Xenakis, Helmut Lachenmann, Pierre Boulez und György Ligeti. Von Iannis Xenakis hat Sora für seine Arbeit über Metastaseis ein sehr positives feedback erhalten.

In den folgenden Jahren hat Sora den Radius seiner wissenschaftlichen Thematik systematisch erweitert:

Paris - Bildende Kunst und Architektur der Avantgarde, Kunsttheorie, Ästhetik, Politische Philosophie

1997 bis 2001 studierte Sora Ästhetik und Kunstwissenschaften an der Universität Paris 1 - Pantheon-Sorbonne. Er verknüpfte in dieser Zeit die Musiktheorie mit der Ästhetik und der politischen Philosophie zu einem interdisziplinären Forschungsfeld.

Sora promovierte in Paris 2004 mit der Arbeit: Le constructivisme modulaire. Espaces homogènes dans l‘utopie et dans l‘art répétitif ( Der modulare Konstruktivismus. Homogene Räume in der Utopie und in der repetitiven Kunst ).

2017 erschien sein Buch Untersuchung des Begriffs "Klangfläche" dargestellt am Orchesterstück "Atmosphères" von György Ligeti im Wolke Verlag.

Die Musik

Soras Beschäftigung mit der politischen Philosophie und der Theorie der Avantgarde schlug sich damals nieder in seinen Kompositionen Gesetz und Freiheit für 2 Pianisten, 4 Schlagzeuger, Discklavier und elektronischen Klängen, aus dem Jahr 2001-2002 und Drei Angriffe für elektronisch bearbeitete Klavierklänge, aus dem Jahr 2003.

Auch später waren für manche Kompositionen von Sora bestimmte politisch-philosophische oder soziologische Themen die Startmomente des Kompositionsprozesses. So zum Beispiel im Fall des Stücks Wer sich nicht..., wird nicht... für Sopran und Perkussion von 2009, oder im Fall von Gruppenzwänge für Streichtrio aus dem Jahr 2010.

Neben Werken für Ensemble, wie zum Beispiel Staub und Schlamm für Klavier, Marimba, Xylophon und drei Posaunen aus dem Jahr 2006 hat Sora auch für Orchester komponiert, zum Beispiel Triaden von 2010 oder Eine eindringliche Rede von 2017.

Die Portrait-CD: Tom Sora - music for mechanical and electronic instruments ist 2006 beim Label col legno herausgekommen.

Seine letzte Portrait-CD: Wechselspiele - Musik für Stimme und Instrumente ist 2017 beim Label WERGO herausgekommen.

Stipendien, Preise, Aufträge

Sora bekam das Stipendium und danach den Förderpreis der Stadt München für Komposition. Ebenfalls bekam er ein Stipendium am Experimental-Studio für akustische Kunst Freiburg.

Sora bekam Kompositionsaufträge vom Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Festival musica viva, vom Münchner Kammerorchester (MKO), vom Festival Klangspuren Schwaz, vom Trio Coriolis, von Klaus-Peter Werani, vom Gitarren-Duo-Steuber-Öllinger, vom Pianisten Nicolas Horvath, vom Ensemble Neues Kollektiv München (NKM), vom Kontrabassisten Frank Reinecke, von der Sopranistin Irene Kurka.

Neben seiner Tätigkeit als Komponist und Musiktheoretiker, unterrichtet Sora Musiktheorie, Komposition und Klavier.

(Stand: November 2017)